STADT DOWN? Wie geht es weiter?

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STADT DOWN? Wie geht es weiter?

Gibt man derzeit die beiden Begriffe „Innenstädte“ und „Corona“ online in eine Suchmaschine ein, folgen meist Worte wie „Krise“, „Kollaps“, „sterben“. Für die Ladenbesitzer und Gewerbetreibenden in Feucht fühlt es sich — nachdem man teils viele Jahre zum gewohnten Umfeld einer Gemeindekultur einfach „dazugehörte“ — schon auch an, wie „sterben“.

„Wir vermissen den klassischen Geschäftskontakt von Angesicht zu Angesicht“

Klaus Metz, Vorstand des Arbeitskreises Feuchter Gewerbe sagt mit fester Stimme: „Wir jammern nicht! Wir sind guten Mutes. Wir unterstützen die Maßnahmen. Wir glauben an ein normales Leben nach der Pandemie — aber: Wir wollen und müssen auch auf uns aufmerksam machen! Bitte helft einander!“ Damit wendet er sich einerseits an die ortsansässigen Verbraucher. Jeder „Click“ zum Kunden, auch wenn es nur über die E-Mail-Adresse möglich ist — jedes „Collect“ in einem ortsansässigen Geschäft in Form einer Bestellung, eines Auftrags, dem Kauf von Gutscheinen oder der verbindlichen Verabredung zukünftiger Geschäftsbeziehungen, ist ein „Ja“ zu einer lebendigen Feuchter Geschäftswelt — und damit einer gesunden und abwechslungsreichen Gemeindekultur, auch und gerade jenseits der rein funktionalen Monokultur des Internet-Handels.

„Die Geschäfte unseres Ortes sind Kultur unserer Gemeinschaft“

Aber auch die Gewerbetreibenden, so wird Klaus Metz nicht müde zu betonen, müssen ihren Glauben an eine Zukunft bewahren! „Wir sind gewillt, vieles in Zukunft anders zu machen. Wir können das Rad aber auch nicht neu erfinden. Unsere Geschäftstätigkeit samt seiner Daseinsberechtigung basiert auf einer langjährigen und bewährten Geschäftskultur von Angesicht zu Angesicht. Diese darf mit Corona nicht aufgegeben werden!“ Ganz ähnlich wie in der Gastronomie, Kunst und Musik lebt und gedeiht der örtliche Handel durch die Vielfalt, die Einzigartigkeit, die Persönlichkeit, die Begegnung und das Miteinander. „Verlegen wir alles in die virtuelle Welt, verlieren wir den persönlichen Sinn des Geschäftemachens — so, wie wir mit der Maske unsere Mimik verlieren.“

Ein lokal verwurzeltes Geschäft in einem Ort wie Feucht hat eine weitreichendere Bedeutsamkeit, als nur den Austausch von Waren und Geld. Die Bedeutsamkeit wird einem vielleicht erst bewusst, wenn das Geschäft nicht mehr existiert — man vor der leeren Schaufensterscheibe steht. „Wir wollen und müssen verhindern, dass unsere Feuchter Geschäftewelt an Corona zu Grunde geht.“

Aufruf an Gewerbetreibende und Kunden

Der Arbeitskreis Feuchter Gewerbe ruft daher alle auf, sich in jeder Art zu beteiligen! „Wir wollen am Anfang eine schnell erreichbare Internetplattform schaffen, auf der alle Geschäftebetreiber ihre speziellen Dienste während Corona anbieten können, auf der die entsprechenden Ansprechpartner sofort und unkompliziert zu erreichen sind. Wir wollen zudem eine E-Mail einrichten, über die der AFG gern alle Vorschläge, Ideen und Hilfsangebote von Kunden und Geschäftstreibenden entgegennimmt.“

Wir sind in Kontakt mit dem Markt Feucht, der dieses Angebot mit einer flächendeckenden Plakataktion unterstützen möchte. Zudem sollen die sozialen Medien bestmöglich genutzt werden. Auch das Feuchter Lokalradio Feucht FM begleitet die Aktion. „Wir wollen uns empfehlen … als unverzichtbarer Bestandteil unseres Ortes Feucht, und zwar menschlich wie geschäftlich. Empfehlen Sie uns weiter!“

Artikel: Mat Goehmann für den AFG — Arbeitskreis Feuchter Gewerbe

  mitteilungsblatt.seifert-medien.de, S. 17